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Jochen Peichl, Dr. med.
(Kurzcharakteristik)
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| Es war Paul Federn, ein
Schüler von Sigmund Freud, der ein Energiemodell vorschlug, das Ego-States
(Ich-Zustände) innerhalb des Egos erfasste. John und Helen Watkins
erweiterten das Konzept und schufen eine Form hypnoanalytischer Therapie,
die heute als Ego-State-Therapie oder „Innere Kindarbeit“ bekannt ist. Das
Ego wird als ein Zustand konzeptualisiert, der aus mehreren Ego-Zuständen
besteht, die voneinander durch mehr oder weniger durchlässige Grenzen
getrennt werden. Für diese Trennung spielt die Dissoziation eine große
Rolle, von der normalen Alltagsdissoziation bis hin zur pathologischen
Dissoziation nach Traumaerfahrung. Jeder dieser Ego-States wird als
anpassungsfähig und in einer Familie von Sub-Selbsts existierend angesehen;
er kann in einer funktionellen Weise handeln oder auch unterschiedliche
Grade an Dysfunktion aufweisen. Gewöhnlich zeigt sich eine Störung dann,
wenn Uneinigkeiten oder ein Mangel an Kooperation zwischen den Ego-States
auftreten. Das Ziel der Ego-State-Therapie ist Integration.
Ego-State-Therapie definiert die Integration als Zustand, in dem die
einzelnen Ego-States in vollständiger Kommunikation miteinander stehen,
mentale Inhalte teilen und in harmonischen und kooperativen Beziehungen
miteinander existieren. Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum systemischen
Ansatz der Inneren Familie von Richard C. Schwartz werden dargestellt und
demonstriert. Neben imaginativen Verfahren zur Stabilisierung von schwer gestörten Borderline-Patienten, ist diese Methode eine sinnvolle Ergänzung in der Trauma-Arbeit. Sie kann aber auch zur aufdeckenden Therapie an sich (wie z.B. der ressourcenorientierten systemischen Therapie) genutzt werden. Inhalte: Jochen Peichl gibt einen theoretischen Überblick über die Ego-State-Therapie und demonstriert verschiedene Formen der Ego-State-Methode live (entweder mit Hilfe von TeilnehmerInnen im Rollenspiel oder anhand von Klienten aus der psychotherapeutischen Praxis der TeilnehmerInnen); außerdem gibt er einen Einblick in die verschiedenen Möglichkeiten der Trance-Induktion. Ergänzend besteht Gelegenheit, ansatzweise in kleinen Gruppen zu üben. Einige knappe Fallschilderungen durch die TeilnehmerInnen zu dem Thema sind willkommen. Methodik: Theoretische Darstellung, Demonstrationen mit Rollenspiel-Klienten, Fallbeispiele, Übungen, kurze Videobeispiele, evtl. Live-Sitzung. Literatur: Peichl, J. (2006): Die inneren Trauma-Landschaften. Borderline, Ego-State, Täter-Introjekt. Stuttgart: Schattauer. Peichl, J. (2007): Innere Kinder, Täter, Helfer & Co. Ego-State-Therapie des traumatisierten Selbst. Stuttgart: Klett-Cotta. Ort: München Kursgebühr: bei Anmeldung bis 30. April 2008: 210,00 EUR bei Anmeldung danach: 240,00 EUR |
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